Landkreis Freising: Führungsgruppen des Landkreises üben den Ernstfall
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Landkreis Freising: Führungsgruppen des Landkreises üben den Ernstfall

Hallbergmoos. Unfall mit Schienenfahrzeug, Massenanfall von verletzten Personen in unwegsamen Gelände. So lautete das Ausgangsszenario für eine anspruchsvolle Übung der Führungs- und Unterstützungs-gruppen im Katastrophenschutz im Landkreis Freising

Großschadenslagen, Naturkatastrophen aber auch große Unfälle erfordern eine strukturierte Führungsstruktur zur Koordinierung der eingesetzten Hilfsorganisationen und der Hilfsmaßnahmen. Die im Katastrophenschutz mitwirkenden Einrichtungen, Polizei aber auch die Kreisverwaltungsbehörden verfügen über eigene Führungs- und Unterstützungsgruppen. Im Einsatzfall ist eine enge, nahtlose Zusammenarbeit zwischen diesen Führungs- und Unterstützungsgruppen mindestens so wichtig wie das Zusammenspiel aller Einsatzkräfte im Katastrophenschutz an der Einsatzstelle.

Im Landkreis Freising ist die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Führungs- und Unterstützungsgruppen seit vielen Jahren gelebte Realität. Sichtbares Zeichen dafür sind die regelmäßigen gemeinsamen Übungen und Ausbildungen der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL), Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung (UG SanEL) sowie des Zugtrupps des Technischen Hilfswerk, Ortsverband Freising nicht zuletzt auch mit der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Freising (FüGK). Üblicherweise bilden die Führungs- und Unterstützungsgruppen um das Führungsfahrzeug des Landkreises Freising eine sog. Wagenburg und richteten dort die gemeinsame Führungsstelle ein. Die Führung der Einsatzkräfte wird so erleichtert und die Kommunikationswege zwischen örtlichem Einsatzleiter und den eingesetzten Hilfsorganisationen erheblich verkürzt.

Am vergangenen Dienstag übten die Einsatzkräfte den Einsatz nach einem angenommenen Unfall eines Zuges mit einer unbekannten Anzahl von verletzten Personen in unwegsamen Gelände. Das Übungsszenario war von der Führung der UG-ÖEL langwierig und detailliert ausgearbeitet worden. Dem vorbestimmten örtlichen Einsatzleiter standen bei dieser Übung zudem zwei Mitarbeiterinnen des Notfallmanagements der Deutschen Bahn AG und die Fachberater der Organisationen zur Seite. Die Führungs- und Unterstützungsgruppen mussten unter den Augen von Frank Contu, stv. Leiter des Sachgebiets 31 im Amt für Sicherheit und öffentliche Ordnung, anrückende Einsatzkräfte koordinieren, Aufträge des Einsatzleiters umsetzen sowie Rückmeldungen und den Einsatzverlauf dokumentieren. Regelmäßige Lagebesprechungen des Örtlichen Einsatzleiters brachten die Führungskräfte auf den aktuellen Stand des Einsatzes und führten zu neuen Lageeinschätzungen.

Michael Wüst, Ortsbeauftragter des THW Freising und vorbestellter Örtlicher Einsatzleiter für den Landkreis Freising leitete den „Einsatz“. In der Nachbesprechung im Feuerwehrhaus Hallbergmoos lobte Wüst die mittlerweile nahezu nahtlose Zusammenarbeit der Führungsgruppen und betonte die Wichtigkeit derartiger gemeinsamer Übungen und sowie den steten Informations- und Erfahrungsaustausch. "Die Einsatzkräfte vor Ort, egal ob von Feuerwehr, THW oder den Sanitätsorganisationen, wissen sehr genau wie sie Einsatzaufträge abzuarbeiten haben" so Wüst weiter. "Großschadenslagen sind im Regelfall äußerst dynamisch. Funktioniert hier die Gesamtkoordination des Einsatzes unter Berücksichtigung aller Informationen nicht, hat dies erhebliche Auswirkungen auf die Einsatzkräfte vor Ort und damit auf den Einsatzerfolg" hob Wüst weiter hervor. "Durch die regelmäßige Zusammenarbeit über Organisationsgrenzen hinweg ist im Landkreis Freising das Fundament für die Bewältigung von großen Schadenslagen aber gelegt", so sein abschließendes Fazit, dem sich Frank Contu anschloss.

Autor: Michael Wüst, Ortsbeauftragter THW Freising

12. Mai 2015 19:35 Uhr. Alter: 4 Jahre

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